„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“ – Ihr Anliegen braucht keine perfekten Worte

Meik Lafferthon • 19. September 2026

Sie müssen sich vor dem ersten Gespräch nicht erst sortieren

Vielleicht beschäftigt Sie etwas schon länger. Sie merken, dass Sie etwas verändern möchten, können aber nicht genau erklären, was eigentlich los ist.


Oder es gibt so viele Gedanken und Themen, dass Sie sich fragen: „Wo soll ich anfangen? Was davon ist wichtig? Und wie soll jemand anderes mich verstehen, wenn ich mich selbst gerade kaum verstehe?“


Für ein erstes Gespräch brauchen Sie keine fertige Erklärung. Sie dürfen auch mit den Worten beginnen: „Ich weiß gerade nicht weiter.“


Ein Moment aus Ihrem Alltag kann der Anfang sein

Sie müssen nicht sofort Ihre gesamte Lebensgeschichte erzählen. Manchmal lässt sich ein Anliegen leichter anhand einer konkreten Situation beschreiben:

„Ich möchte etwas sagen, halte mich aber immer zurück.“

„Abends komme ich nach Hause und kann innerlich trotzdem nicht aufhören zu arbeiten.“

„Ich nehme mir etwas vor – und im entscheidenden Moment mache ich wieder das Gegenteil.“

Solche Beobachtungen bieten einen Ausgangspunkt. Wir können gemeinsam anschauen, was Sie in diesen Momenten beschäftigt und was Sie sich stattdessen wünschen.


Auch widersprüchliche Gefühle haben Platz

Vielleicht wünschen Sie sich Veränderung und haben gleichzeitig Sorge davor. Vielleicht möchten Sie eine Gewohnheit aufgeben, die Ihnen in manchen Momenten auch Halt gibt. Oder Sie wissen genau, was vernünftig wäre, fühlen sich aber noch nicht bereit dazu.

Das dürfen Sie offen ansprechen. Sie müssen mir keine besonders entschlossene Version von sich präsentieren.

Mich interessiert, wie es Ihnen tatsächlich geht. Dazu gehören auch Zweifel, Unsicherheit und die Frage, ob Sie überhaupt schon etwas verändern möchten.


Sie müssen die Ursache nicht vorher kennen

„Warum bin ich so?“ ist eine große Frage. Für den Beginn unseres Gesprächs darf die Frage kleiner sein: „Was erlebe ich gerade, und was macht mir daran zu schaffen?“

Vielleicht haben Sie bereits eine Vermutung, woher eine Reaktion kommt. Vielleicht fehlt Ihnen jede Erklärung. Beides darf sein.

In meiner Arbeit möchte ich mit Ihnen Zusammenhänge erkunden, ohne vorschnell eine Ursache festzulegen. Wir schauen darauf, welche Situationen, Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse für Ihr Anliegen eine Rolle spielen könnten.

Ebenso interessiert mich, wann es Ihnen besser geht: Was hilft Ihnen bereits? Wann fällt Ihnen etwas leichter? Was möchten Sie in Ihrem Leben bewahren?


Drei Fragen als freiwillige Vorbereitung

Wenn Sie sich vor unserem Gespräch etwas Zeit nehmen möchten, können diese Fragen beim Sortieren helfen:

Was beschäftigt mich im Alltag besonders?
Eine konkrete Situation reicht als Beispiel.

Was wünsche ich mir in dieser Situation anders?
Vielleicht möchten Sie klarer sprechen, eine Entscheidung treffen oder anders mit sich selbst umgehen.

Was soll mein Gegenüber über mich wissen?
Das kann auch sein: „Mir fällt es schwer, darüber zu sprechen“ oder „Ich brauche etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen.“

Sie müssen diese Fragen nicht schriftlich beantworten. Es ist genauso in Ordnung, ohne Vorbereitung zu kommen.


Sie entscheiden, was Sie erzählen möchten

Ein persönliches Gespräch kann sich ungewohnt anfühlen. Gerade dann, wenn Sie lange versucht haben, allein mit einem Thema zurechtzukommen.

Sie dürfen sich Zeit nehmen. Sie dürfen sagen, dass Ihnen eine Frage unangenehm ist oder dass Sie über einen bestimmten Punkt noch nicht sprechen möchten. Gemeinsam können wir besprechen, was für das weitere Vorgehen wichtig ist.

Mein Anliegen ist, Sie dort abzuholen, wo Sie gerade stehen. Sie müssen weder eine passende Diagnose mitbringen noch Ihr Anliegen in Fachbegriffe übersetzen.


Der erste Schritt darf klein sein

Im kostenlosen Erstgespräch haben wir 30 Minuten Zeit, uns kennenzulernen, Ihre Fragen zu besprechen und zu schauen, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt. Dabei findet keine Hypnose statt.

Sie müssen vorher nicht wissen, wohin das Gespräch genau führen wird.

„Ich möchte, dass sich etwas verändert, aber ich weiß noch nicht, wo ich anfangen soll“ ist bereits ein Anfang.

von Meik Lafferthon 16. September 2026
Sie dürfen so kommen, wie Sie gerade sind